U12: toller Auftritt beim Hessenpokal endet mit Tränen

Spielbericht von Matthias:

Die Mädels der U12 konnten erstmals am Hessenpokal teilnehmen.
Dort starteten die sechs Regionalpokalsieger der sechs hessischen Bezirke.
Unsere Mädels hatten das Startrecht, da der Regionalpokalsieger Bad Vilbel aus Termingründen nicht antreten konnte und MiBu als Zweitplatzierter der Nachrücker war.

Gespielt wurde in zwei Dreiergruppen und direkt im Anschluss dann die Platzierungsspiele.
Spielzeit 1x 25 Minuten.

Unsere Mädels gingen als klarer Außenseiter in dieses Endturnier, wollten sich aber ordentlich präsentieren.

Spiel 1:  0-0 gegen  MFFC Wiesbaden

Wiesbaden hatte mehr Ballbesitz, MiBu aber durch gefährliche Konter die besseren Torchancen.
Somit war das Remis hochverdient, aber auch ein Sieg wäre drin gewesen. Prima Auftakt !

Im zweiten Gruppenspiel gewann Wiesbaden dann mit 1-0 gegen DJK/SSG Darmstadt,
somit war klar dass wir mit einem 2-0 Sieg ins Endspiel einziehen könnten.
Jedoch wäre bei einer Niederlage auch der letzte Platz die Folge gewesen.

Spiel 2:  1-0 gegen DJK/SSG Darmstadt

Unsere Mädels spielten anfangs äußerst nervös und kamen nicht so recht ins Spiel.
Zum Glück konnten sie anfangs ein Gegentor vermeiden.
In der Endphase des Spiels legten sie langsam die Nervosität ab und setzten Darmstadt mehr und mehr unter Druck.
Kurz vor Ende der Partie wurde die Drangphase belohnt und Carina konnte einen abgeprallten Schuss im Nachsetzen zum umjubelten Siegtreffer verwandeln.

Somit waren Wiesbaden und Mittelbuchen punkt- und torgleich.
Der Finalteilnehmer musste im Neunmeterschießen ermittelt werden.
Ansage vom Schiedsrichter: pro Team fünf Schützinnen, die das Neunmeterschießen auch beenden werden.
Klare Ansage für beide Teams und Trainer verständlich.

Nach fünf Schützinnen stand es 3-3.
Jetzt wieder die Ansage vom Schiedsrichter: die 5 Schützinnen schießen weiter bis zur Entscheidung, Reihenfolge ist aber beliebig.
Auch diese Ansage war für beide Trainer und Teams verständlich.

Wiesbaden verschießt den nächsten Neunmeter und Laura verwandelt für Mibu zum vielumjubelten Sieg und überraschenden Finaleinzug.
Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf.
Wiesbadens Trainerin legt Protest gegen die Wertung des Neunmeterschießens ein.
Begründung: es hätten nicht die gleichen Schützinnen weiterschießen dürfen; und dem Protest wurde stattgegeben, was wohl auch regelkonform ist.

Aber die Umstände waren mehr als fraglich und umglücklich.
2x wurde das Procedere vom Schiri erklärt und von beiden Trainern abgenickt. Und auch von den beiden Vertretern des HFV kam kein Widerspruch.
Man muss auch sagen, das Bild, das die beiden Damen vom HFV abgegeben haben kann man, vorsichtig ausgedrückt, als unglücklich bezeichnen.

Die MiBu-Mädels waren natürlich komplett am Boden und konnten sich nur schwerlich auf die Wiederholung des Neunmeterschießens konzentrieren.
Nach fünf Schützen stand es nun abermals 3-3. Jetzt musste die sechsten Schützinnen ran, MiBu vergab leider und Wiesbaden traf.

Die MiBu-Mädels brachen in Tränen aus, Wiesbaden konnte sich über den Finaleinzug freuen, machte sich aber keinesfalls Freunde unter den neutralen Zuschauern.
Sport und Fairness werden halt nicht in jedem Verein gelebt.

Die MiBU-Mädchen wollten unter diesen Umständen keinesfalls im Spiel um Platz 3 antreten. Der Gegener JFV Ebsdorfergrund wurde auch darüber informiert und zeigte
auch Verständniss darüber. Nicht aber die Vertreterinnen des HFV. Sie drohten sofort mit Strafen vom Verband und zwangen die Mädels förmlich das Spiel zu bestreiten.

Teile der Mannschaft wollten dann doch noch das Spiel bestreiten, damit dem Verein keine Strafe droht.
Einige Mädchen wollten auf keinen Fall mehr spielen, was auch all zu verständlich war.
Die Mädels schleppten sich dann auf den Platz, einige hatten die komplette Spielzeit Tränen in den Augen aufgrund der sehr zweifelhaften Vorgänge.

Als Krönung des Ganzen pfiff der gleiche Schiri das Spiel, der für das Ganze Dilemma verantwortlich war.
Das trieb den MiBu-Anhängern die Zornesröte ins Gesicht. Es zeigt einfach nur mit welchem Fingerspitzengefühl und Empathie hier vorgegangen wurde.
Auch hier zeigte sich widerum, dass die Vertreterinnen des HFV nicht umbedingt würdige Vertreter des Sports, geschweige denn Vertreter des Jugendfussballs sind.

Das Spiel um Platz 3 wurde wie zu erwarten deutlich verloren.
Höchsten Respekt an die Mädels für die sportliche Leistung und das Herzblut mit dem sie bei der Sache waren.
Sie waren ein würdiger Vertreter des Vereins Mittelbuchens und des Bezirks Frankfurt.

Wiesbaden hat das Endspiel dann verloren. Sport ist doch manchmal ein wenig gerecht.

toll gespielt haben:  Julia, Sina, Lisa, Alina, Alex, Laura, Carina, Carlotta, Nele, Diana, Svenja, Charlotte, Lena und Giusy